Ehrengard Frank-Schultz

Aus Gerechte-der-Pflege

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Todesurteil gegen Ehrengard Frank-Schultz v. 6.11.1944 L427/44 J 1906/44:

Im Namen des Deutschen Volkes! In der Strafsache gegen Frau Ehrengard Frank-Schultz geborene Besser aus Berlin. Wilmersdorf, geboren am 23. März 1885 in Magdeburg, zur Zeit in dieser Sache in gerichtlicher Untersuchungshaft, wegen Wehrkraftzersetzung, hat der Volksgerichtshof, 1. Senat, auf die am 2. November 1944 eingegangene Anklage des Herrn Oberreichsanwalts, in der Hauptverhandlung vom 6. November 1944, an welcher teilgenommen haben als Richter:

Präsident des Volksgerichtshofs Dr. Freisler, Vorsitzer Landgerichtsdirektor Stier, SS-Brigadef ührer Generalmajor der Waffen-SS Tscharmann, SA-Brigadeführer Hauer, Stadtrat Kaiser, als Vertreter des Oberreichsanwalts: Erster Staatsanwalt Jaager, für Recht erkannt:

Frau Frank-Schultz bedauerte einer Rote-Kreuz-Schwester gegenüber, daß der Mordanschlag auf unseren Führer mißglückte und erfrechte sich zu der Behauptung, einige Jahre unter angelsächsischer Herrschaft seien besser als die „gegenwärtige Gewaltherrschaft“ Sie hat also gemeinsame Sache mit den Verrätern vom 20. Juli gemacht. Dadurch ist sie für immer ehrlos geworden. Sie wird mit dem Tode bestraft.


Quellen

  • Bundesarchiv Koblenz R 60111/74
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